Die Gestütsgeschichte
Vom Entenmast- zum Diplomatenreitstall
– das Gestüt am Pichersee blickt auf
eine spannende Nutzungsgeschichte zurück:
In den Sechziger und Siebziger Jahren diente das
gelbe T-förmige Stallgebäude der Entenmast.
Die „Forst“ (Ministerium für Land-,
Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft) hatte hier
den Tieren mit Entenmastgebäude, Bruthaus und
See ein idyllisches – allerdings zeitlich
knapp bemessenes - Paradies geschaffen.
Der Entenzucht folgte ab 1987 die Umgestaltung des
Mastgebäudes zu einem Pferdestall.
Zu Honeckers Zeiten war das Gestüt am Pichersee
der Diplomatenreitstall des Ministeriums für
Auswärtige Angelegenheiten (MfAA).

Oskar Fischer (2.v.l.) empfängt Rudolf Seiters (2.v.r.) in Berlin
Quelle: Bundesarchiv Foto: Reiche | 4. Juli 1989
Die in Ost-Berlin
beschäftigten Botschafter konnten hier beim
Olympiateilnehmer Uwe Planck Reitunterricht nehmen
und Ausritte oder Kremserfahrten buchen. Auf dem
Gelände befand sich auch das Wochenendhaus
des damaligen Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der DDR, Oskar
Fischer (1975-1990).
Seit 2004 wird die Anlage von den Berliner Familien Braun,
Bröcker und Hoffmann geführt.
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